Wir, die Klasse 10c, besuchten, zusammen mit den Lehrern Frau Deffner und Herrn Hosak, das Augsburger Klärwerk. Dort angekommen, schauten wir zuerst einen Film über das Klärwerk und lernten den Weg zur Säuberung des Wassers. Anhand eines Modells wurde uns im Anschluss die gesamte Kläranlage mit ihren einzelnen Stationen gezeigt. Danach sind wir den Weg des Wassers durch das Klärwerk gelaufen, um die Aufbereitung live zu sehen.

Angefangen am Wassereinlauf, durch den täglich rund 130 000 Kubikmeter Wasser fließen und der wegen des starken Gestanks wieder schnell von uns verlassen wird, geht es zur „mechanischen Reinigung“, in der in großen Becken zuerst Abfälle wie Toilettenpapier und dann Sand und Fett herausgefiltert werden.

Darauf geht es zu den Belebungsbecken, in denen die „biologische Reinigung“ stattfindet. Dabei werden winzige Schadstoffe durch Bakterien zu sogenanntem Belebtschlamm umgewandelt, der sich wieder vom Wasser trennen lässt.

Dazwischen fällt unser Blick immer wieder auf die riesigen Türme in der Mitte der Anlage. Wie uns erklärt wurde, sind das Faultürme, in denen der abgefilterte Schlamm unter Wärme fault. Das dabei freiwerdende Methan-Gas wird anschließend zur Energiegewinnung genutzt und versorgt die komplette Anlage.

Zuletzt fließt das Wasser durch die 5 riesigen, runden Nachklärbecken, in denen letzte Schmutzreste entfernt werden, bevor es zu 99% sauber in den Lech fließen kann. Auch wenn diese Sauberkeit immer weiter steigt, wird uns von neuen Problemen berichtet, wie die Schwierigkeiten bei der Säuberung des Wassers von Medikamentenrückständen und winzig kleinen Plastikteilen. Auch wenn es bereits Lösungsvorschläge gibt, um diese Verunreinigungen herauszufiltern, ist der beste Weg wohl, diese Abfälle erst gar nicht zu verursachen.