Die Schüler des 10. und 11. Jahrgangs hatten dieses Jahr die Möglichkeit, an der Juniorwahl zur Europawahl, die bundesweit stattfand, teilzunehmen. Wir, die Klasse 10a , organisierten diese am 22. Mai an unserer Schule unter der Leitung von unserem Sozialkundelehrer Herrn Poeppel.

Zu Beginn wurden uns unterschiedliche Aufgaben zugeteilt : der Auf- und Abbau des Wahlraums mit Kabinen und Urne, das Abholen der Klassen, die Registrierung der Schüler und das Bewachen der Urne. DieWahl sollte möglichst wie eine echte Wahl ablaufen, weshalb auch jeder Schüler nach Ausweis und Wahlbenachrichtigung kontrolliert wurde, um überhaupt an der Wahl teilnehmen zu können. Die Juniorwahl verlief einwandfrei ohne Stress und Störungen an einem Vormittag.

Die Wahlbeteiligung lag mit 177 von 198 wahlberechtigten Schülern bei 88 Prozent, die wie in Wirklichkeit eine Auswahl von 40 Parteien hatten. Wir Schüler der 10a hatten darüber hinaus die Chance, eine Wahl aus zwei Perspektiven kennenzulernen : als Mitarbeiter und als Wähler, trotz Minderjährigkeit.

Anna Pfeifer, 10a

Das RDG hat zum allerersten Mal an der seit 20 Jahren zu allen Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführten Juniorwahl teilgenommen. Dieses Projekt wird von dem gemeinnützigen Verein Kumulus e.V. organisiert, in diesem Fall mit Unterstützung der deutschen Vertretung des Europäischen Kommission und des Europa-Parlaments. Jugendliche, die noch nicht an ‚echten‘ Wahlen teilnehmen dürfen, erhalten durch die realitätsnahe Simulation (Wahlbenachrichtigungen, Wahlkabinen, Wahlurnen, Auszählung der Stimmen) praktischen Anschauungsunterricht, wie Wählen in einer Demokratie funktioniert. Insofern leistet die Juniorwahl einen hervorragenden Beitrag zur praktischen politischen Bildung, in dessen Genuss jetzt auch die Schüler*innen des RDG kamen.

Da die Ergebnisse von allen bundesweit teilnehmenden Schulen (ca.2.750 bei dieser Wahl) zusammengerechnet auch veröffentlicht werden, ist das Ergebnis bei fast 500.000 abgegebenen Stimmen auch durchaus repräsentativ für die politische Stimmung der Jugendlichen in Deutschland. Tatsächlich deckt es sich fast genau mit dem Ergebnis der Wahl der unter 30-Jährigen bei der Europawahl am 26. Mai.

StD Wolfgang Poeppel

Fotos: Jasmin Biburger und Philipp Kilg, 10a